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StartRatgeberMonatlich oder quartalsweise sparen — was das Intervall ändert

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Monatlich oder quartalsweise sparen — was das Intervall ändert

Zwölf Ausführungen im Jahr oder vier — die Renditewirkung ist gering, die Kostenwirkung nicht. Welche Seite überwiegt, hängt fast ausschließlich an der Höhe der Rate.

Hinweis: ETFPlaner liefert Modellrechnungen und Dokumentation. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.

Was das Intervall an der Rendite überhaupt ändert

Der Renditeunterschied entsteht durch die Zeit, die das Geld im Markt liegt. Wer quartalsweise einzahlt, sammelt das Geld drei Monate lang an, bevor es investiert wird — im Durchschnitt liegt jeder Euro damit rund einen Monat später im Depot als bei monatlicher Ausführung.

Über eine lange Laufzeit summiert sich dieser Zeitversatz, bleibt aber klein. Bei einer Renditeannahme von 5 Prozent entspricht ein Monat rund 0,4 Prozent auf den betroffenen Betrag — und betroffen ist nur die jeweilige Quartalsrate, nicht das Gesamtdepot.

Ein Modellbeispiel mit gesetzten Werten: Depotwert 34.600 Euro, günstigste Position mit 0,07 Prozent TER, Betrachtungszeitraum 23 Jahre. Der kumulierte Zeitversatz kostet über diesen Zeitraum weniger als ein halbes Prozent des Endkapitals.

Hinzu kommt ein Punkt, der die Richtung sogar umkehren kann: In fallenden Phasen ist der spätere Einsatz der günstigere. Der Zeitversatz wirkt also nicht systematisch zum Nachteil, sondern nur im Erwartungswert eines steigenden Verlaufs — und auch dort in einer Größenordnung, die von einem einzigen Handelstag überdeckt wird.

Damit ist die Renditefrage praktisch entschieden: Sie existiert, ist messbar und in fast allen Fällen kleiner als die Kostenfrage. Wer das Intervall nach der Rendite wählt, optimiert die kleinere von zwei Größen.

Modellrechnung, keine Prognose. Die Werte sind gesetzt, nicht erwartet.

Die Gebührenrechnung je Ausführung

Die Kostenseite ist die entscheidende, weil sie nicht prozentual, sondern in vielen Modellen pauschal je Ausführung anfällt. Drei Preismodelle sind verbreitet:

ModellKosten je AusführungWirkung
Kostenfrei (Aktionsfonds)0,00 €Intervall irrelevant
Prozentual (z. B. 1,5 %)steigt mit der RateIntervall irrelevant
Pauschal (z. B. 1,50 €)festIntervall entscheidend

Nur im dritten Fall ändert das Intervall etwas. Bei 1,50 Euro je Ausführung kostet monatliches Sparen 18 Euro im Jahr, quartalsweises 6 Euro — eine Ersparnis von 12 Euro.

Ob das viel ist, hängt an der Rate. Bei 300 Euro monatlich sind 18 Euro Gebühr 0,5 Prozent der Jahreseinzahlung. Bei 25 Euro monatlich sind es 6 Prozent — eine Belastung, die jede Diskussion über die TER in den Schatten stellt. Was hinter der Gebührengröße steht, erklärt Transaktionskosten.

Wann quartalsweise praktisch sinnvoll wird

Aus der Gegenüberstellung ergibt sich eine klare Schwelle. Der Wechsel lohnt, wenn die eingesparte Gebühr größer ist als der entgangene Zeitwert.

Diese Bedingung ist erfüllt, wenn drei Punkte zusammenkommen:

  1. Der Broker rechnet pauschal je Ausführung, nicht prozentual und nicht kostenfrei.
  2. Die Monatsrate ist niedrig, typischerweise unter etwa 50 Euro — dann übersteigt der Gebührenanteil den Zeitwert deutlich.
  3. Der Sparbetrag bleibt bis zur Ausführung verfügbar, also auf einem Konto und nicht ausgegeben.

Der dritte Punkt ist der, der in der Praxis am häufigsten kippt. Geld, das drei Monate auf dem Girokonto liegt, wird mit spürbarer Wahrscheinlichkeit nicht investiert. Der rechnerische Vorteil von 12 Euro im Jahr ist gegen eine ausgefallene Rate von 25 Euro schnell verloren.

Umgekehrt gilt: Bei Raten ab etwa 200 Euro monatlich ist die Frage praktisch erledigt. Der Gebührenanteil liegt dann unter 0,8 Prozent der Jahreseinzahlung, und die einfachere Routine der monatlichen Ausführung wiegt schwerer als der Restbetrag.

Ein Zwischenweg löst das oft: das Geld monatlich per Dauerauftrag auf das Verrechnungskonto schieben und den Sparplan quartalsweise ausführen lassen. Damit ist der Betrag aus dem Alltagsbudget heraus, ohne dass zwölf Gebühren anfallen.

Der Fall mit sehr kleinen Raten

Bei Raten unter 25 Euro verschiebt sich die Frage noch einmal. Hier dominiert nicht mehr die Gebühr allein, sondern auch die Stückelung.

Drei Effekte treten zusammen auf:

  • Die Pauschalgebühr frisst einen zweistelligen Prozentsatz. Bei 1,50 Euro auf 15 Euro Rate sind das 10 Prozent — ein Kostenniveau, das keine Renditeannahme aufholt.
  • Der Spread wirkt relativ stärker. Bei sehr kleinen Ordern fällt die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs deutlicher ins Gewicht.
  • Bruchstücke häufen sich. Die meisten Anbieter rechnen mit Bruchteilen; wo das nicht der Fall ist, bleiben Restbeträge unverzinst liegen.

Für diesen Fall gibt es zwei brauchbare Antworten: entweder einen Broker mit kostenfreier Sparplanausführung wählen — dann ist das Intervall gleichgültig und monatlich die einfachere Wahl — oder das Intervall auf halbjährlich strecken und damit auf zwei Ausführungen im Jahr kommen.

Was rechnerisch nicht funktioniert, ist die dritte Variante: die Rate erhöhen, um den Gebührenanteil zu senken. Sie löst das Kostenproblem, indem sie ein Budgetproblem schafft. Wie das Instrument insgesamt aufgebaut ist, steht unter Sparplanausführung; wie Gebühren in die Portfoliokosten eingehen, in Gewichtete Gesamtkosten.


Keine Anlageberatung. Keine Steuerberatung. Modellrechnung mit gesetzten Annahmen, keine Prognose und keine Anlageberatung. Gebührenmodelle unterscheiden sich je Anbieter.

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