Zum Inhalt springen
StartGlossarMarket-Order: Ausführung zum nächsten Kurs

Glossar

Market-Order: Ausführung zum nächsten Kurs

Eine Market-Order wird zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt, ohne Preisgrenze. In den Ordermasken heißt sie je nach Richtung billigst oder bestens — beides meint dasselbe Prinzip.

Hinweis: ETFPlaner liefert Modellrechnungen und Dokumentation. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.

Wie unlimitiert ausgeführt wird

Der Auftrag geht ins Orderbuch und wird sofort gegen die dort vorliegenden Gegenaufträge abgerechnet — beginnend beim günstigsten, dann aufsteigend.

Bei ausreichendem Volumen zum besten Kurs entsteht ein einziger Ausführungspreis. Reicht das Volumen nicht, wird der Rest zum nächstschlechteren Kurs bedient, dann zum übernächsten. Das Ergebnis ist ein Mischkurs, der über dem besten Kurs liegt.

Genau darin liegt das Risiko, und es hat drei Verstärker:

  • Geringe Liquidität. Bei dünn gehandelten Papieren liegen wenige Aufträge im Buch, und der Kurs läuft schnell weiter.
  • Randzeiten. Vor Börsenbeginn und nach Schluss des Basismarkts sind die Bücher dünner.
  • Große Ordervolumen. Je größer der Auftrag im Verhältnis zum Buch, desto mehr Preisstufen werden abgeräumt.

Was du bezahlst, ist damit nicht zwingend der Kurs, den du vor dem Klick gesehen hast — dieser Zusammenhang ist unter Spread beschrieben.

Abgrenzung zur limitierten Order

Der Unterschied lässt sich auf eine einzige Frage verkürzen: Was ist dir wichtiger — dass gehandelt wird, oder zu welchem Preis?

Eine Market-Order gibt dir Ausführungssicherheit und keine Preissicherheit. Eine Limit-Order gibt dir das Gegenteil. Beides gleichzeitig gibt es nicht, und jede Ordermaske zwingt dich damit zu einer Entscheidung.

Für die Praxis lassen sich zwei Fälle klar zuordnen:

  • Kleine Beträge in liquiden ETFs zur Haupthandelszeit. Hier ist die unlimitierte Order unproblematisch; die Spanne ist eng, und ein Limit brächte vor allem das Risiko der Nichtausführung.
  • Größere Beträge, Nischenprodukte oder Randzeiten. Hier kostet die fehlende Grenze messbar, und ein Limit ist der günstigere Weg.

Beim Sparplan stellt sich die Frage nicht: Dort wird grundsätzlich ohne Limit ausgeführt. Wann die Spanne im Tagesverlauf am engsten ist, behandelt Spread und Handelszeit.


Keine Anlageberatung. Keine Steuerberatung. Diese Seite erklärt einen Ordertyp und enthält keine Empfehlung für eine bestimmte Handelsstrategie.

Passt dazu

Verwandte Seiten im Glossar