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Limit-Order: Ausführung nur bis zum Grenzpreis

Bei einer Limit-Order wird nur ausgeführt, wenn der Kurs den festgelegten Grenzwert nicht überschreitet. Du bestimmst damit den Preis — nicht aber, ob überhaupt gehandelt wird.

Hinweis: ETFPlaner liefert Modellrechnungen und Dokumentation. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.

Wie ein Limit wirkt

Das Limit ist eine Obergrenze beim Kauf und eine Untergrenze beim Verkauf. Ausgeführt wird zum Limit oder besser, nie schlechter.

Ein Kaufauftrag mit Limit 94,00 € wird also zu 94,00 € oder darunter ausgeführt. Liegt der beste verfügbare Verkaufskurs bei 94,15 €, passiert zunächst nichts: Der Auftrag wandert ins Orderbuch und wartet, bis jemand zu deinem Preis verkaufen will.

Daraus folgen drei Eigenschaften:

  • Preissicherheit, keine Ausführungssicherheit. Du weißt, was du höchstens zahlst — nicht, ob du zum Zug kommst.
  • Gültigkeitsdauer erforderlich. Ein Limit gilt bis zum Tagesende oder bis zu einem gewählten Datum. Danach verfällt es.
  • Teilausführung möglich. Reicht das Volumen zum Limitpreis nicht, wird ein Teil ausgeführt und der Rest bleibt stehen — mit gegebenenfalls zweiter Gebühr.

Sinnvoll ist ein Limit vor allem bei größeren Beträgen und bei Papieren mit breitem Spread. Bei sehr liquiden ETFs zu Haupthandelszeiten ist der Unterschied zur unlimitierten Ausführung meist gering. Beim Sparplan entfällt die Wahl ohnehin — dort wird ohne Limit gekauft.

Verwechslung mit der Stop-Order

Beide Ordertypen enthalten eine Preisangabe und arbeiten gegenläufig. Das ist der Kern der Verwechslung.

Limit-OrderStop-Order
Preisangabe bedeutetGrenze, die nicht überschritten wirdSchwelle, die den Auftrag auslöst
Auftrag liegt vorsofort im Orderbucherst nach Auslösung
Ausführungspreisgarantiert Limit oder besserunbestimmt, zum nächsten Kurs
ZweckPreis kontrollierenauf eine Kursbewegung reagieren

Die dritte Zeile ist die folgenreichste. Eine Stop-Order wird bei Erreichen der Schwelle in eine unlimitierte Order umgewandelt — der tatsächliche Preis kann dann deutlich darunter liegen. Wer eine Stop-Order als Verlustbegrenzung setzt, hat damit keine Preisgarantie, sondern nur einen Auslöser.

Kombiniert wird beides in der Stop-Limit-Order: Sie löst bei der Schwelle aus und führt dann limitiert aus. Der Preis ist dadurch begrenzt — die Ausführung aber wieder nicht sicher.

Für ein Depot mit langfristigem Sparplan spielt keine dieser Varianten eine große Rolle. Relevant wird das Thema bei größeren Einmalkäufen; die unlimitierte Variante steht unter Market-Order.


Keine Anlageberatung. Keine Steuerberatung. Diese Seite erklärt Ordertypen und enthält keine Empfehlung für eine bestimmte Handelsstrategie.

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