Glossar
Zielpfad: die berechnete Soll-Linie deines Plans
Der Zielpfad ist die berechnete Soll-Linie, die zeigt, welcher Depotwert zu welchem Zeitpunkt erreicht sein müsste. Er ist eine Rechengröße, kein Versprechen.
Hinweis: ETFPlaner liefert Modellrechnungen und Dokumentation. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.
Wie der Pfad berechnet wird
In den Pfad gehen vier Größen ein:
- der Zielbetrag und der Zeitpunkt, zu dem er erreicht sein soll
- das vorhandene Startkapital
- die geplante Sparrate, gegebenenfalls je Sparphase unterschiedlich
- die gesetzte Renditeannahme
Aus diesen Werten wird für jeden Monat der Laufzeit ein Sollwert bestimmt: Was müsste zu diesem Zeitpunkt im Depot liegen, damit das Ziel bei unveränderten Annahmen erreicht wird? Die Verbindung dieser Punkte ergibt die Linie.
Sind mehrere Sparphasen mit unterschiedlichen Raten hinterlegt, entsteht kein einheitlich gekrümmter Verlauf, sondern eine Linie mit Knickpunkten an den Phasengrenzen. Jede Phase hat ihre eigene Steigung. Das macht im Diagramm unmittelbar sichtbar, welchen Beitrag eine geplante Ratenerhöhung in späteren Jahren tatsächlich leistet.
Zwei Eigenschaften sind dabei wichtig. Erstens verläuft der Pfad nicht linear — durch den Zinseszins steigt er in späteren Jahren steiler als in frühen. Zweitens ändert sich der gesamte Pfad, sobald eine der vier Eingangsgrößen angepasst wird. Eine niedrigere Renditeannahme hebt die Linie an, weil dann mehr eingezahltes Kapital nötig ist.
Wozu die Soll-Linie im Plan dient
Für sich genommen sagt der Zielpfad wenig. Sein Nutzen entsteht erst im Vergleich mit dem tatsächlichen Verlauf:
| Beobachtung | Bedeutung |
|---|---|
| Ist-Wert liegt auf der Linie | Plan läuft wie modelliert |
| Ist-Wert liegt darunter | Rückstand — die Differenz ist der Kapitalrückstand |
| Ist-Wert liegt darüber | Vorsprung, häufig durch überdurchschnittliche Marktjahre |
Aus dieser Abweichung leiten sich die übrigen Kennzahlen ab, insbesondere die Sparlücke als monatliche Größe. Wichtig ist die Unterscheidung: Der Abstand zur Linie ist ein Kapitalbetrag, die Sparlücke eine Monatsrate.
In der Praxis schwankt der Ist-Wert ohnehin um die Linie, weil Marktbewegungen nicht gleichmäßig verlaufen. Aussagekräftig ist deshalb weniger der Abstand an einem einzelnen Stichtag als die Richtung über mehrere Quartale hinweg.
Weil der Pfad auf gesetzten Annahmen beruht, ist eine Abweichung nach unten kein Fehler im Plan, sondern zunächst nur eine Information. Erst wenn sie über mehrere Perioden bestehen bleibt, ist sie ein Anlass zur Korrektur. Wie der Pfad im Produkt entsteht, beschreibt Zielpfad-Berechnung; die Einordnung neben den übrigen Werten übernimmt Dashboard-Kennzahlen lesen.
Keine Anlageberatung. Keine Steuerberatung. Der Zielpfad ist eine Modellrechnung auf Basis gesetzter Annahmen und keine Vorhersage der Wertentwicklung.
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