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Sparlücke: die fehlende Rate pro Monat

Die Sparlücke ist die Differenz zwischen der benötigten und der tatsächlich geleisteten monatlichen Sparrate. Sie ist eine Monatsgröße in Euro — kein Prozentwert und kein Kapitalbetrag.

Hinweis: ETFPlaner liefert Modellrechnungen und Dokumentation. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.

Wie die Lücke ermittelt wird

Die Berechnung läuft in zwei Schritten. Zuerst wird bestimmt, welche Rate ab heute nötig wäre, um den Zielbetrag bis zum Zieltermin zu erreichen. In diese Rechnung gehen das bereits vorhandene Kapital, die verbleibende Laufzeit und die gesetzte Renditeannahme ein. Erst danach wird die tatsächlich geleistete Rate davon abgezogen.

benötigte Monatsrate − tatsächliche Monatsrate = Sparlücke

Entscheidend ist, dass sich die benötigte Rate laufend verändert. Sie hängt am aktuellen Depotwert, und der schwankt. Ein starkes Börsenjahr senkt die benötigte Rate, ohne dass du etwas getan hast; ein schwaches hebt sie an. Die Sparlücke ist deshalb keine feste Zahl, sondern ein Wert zum Stichtag.

Ein negativer Wert ist möglich und bedeutet, dass die aktuelle Rate über der rechnerisch nötigen liegt. Das ist kein Fehler, sondern ein Puffer gegenüber den gesetzten Annahmen.

Ebenfalls zu beachten: Sind mehrere Sparphasen mit unterschiedlichen Raten hinterlegt, bezieht sich die Lücke auf die Rate der aktuell laufenden Phase. Eine für später geplante Ratenerhöhung ist in der benötigten Rate bereits berücksichtigt, in der tatsächlichen dagegen noch nicht.

Abgrenzung zum Rückstand am Ziel

Beide Kennzahlen beschreiben dieselbe Unterdeckung, aber aus verschiedenen Blickwinkeln — und sie werden regelmäßig verwechselt.

SparlückeRückstand am Ziel
EinheitEuro pro MonatEuro einmalig
Zeitbezugab heute bis zum ZielterminStand am Zieltermin
Antwortet auf„Wie viel muss ich zusätzlich sparen?"„Wie viel fehlt am Ende?"
Reagiert aufRatenerhöhungEinmalzahlung oder mehr Zeit

Der Zusammenhang ist einfach: Der Rückstand ist der aufgezinste Endwert der Sparlücke. Eine Lücke von 140 Euro monatlich über 18 Jahre ergibt am Zieltermin einen deutlich größeren Betrag als 140 × 216 Monate — der Zinseszins auf die fehlenden Einzahlungen kommt hinzu.

Für die Praxis folgt daraus, welche Maßnahme greift. Eine Sparlücke schließt du über eine dauerhafte Ratenerhöhung; einen Rückstand kannst du zusätzlich über eine Einmalzahlung oder eine Verlängerung der Laufzeit angehen. Beides behandeln Sparlücke schließen und Rückstand am Ziel aufholen; die Berechnung mit eigenen Werten übernimmt der Sparlücken-Rechner.


Keine Anlageberatung. Keine Steuerberatung. Die Sparlücke ergibt sich aus gesetzten Annahmen und verändert sich mit jedem Kursstand.

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