Glossar
Depotgebühr: das Entgelt für die Verwahrung
Die Depotgebühr ist ein Entgelt des Brokers für die Verwahrung der Wertpapiere. Sie fällt außerhalb des Fonds an und taucht deshalb in keiner Kostenquote auf.
Hinweis: ETFPlaner liefert Modellrechnungen und Dokumentation. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.
Wofür sie erhoben wird
Bezahlt wird die Verwahrung: Der Broker führt dein Depot, verbucht Käufe und Verkäufe, leitet Ausschüttungen weiter, erstellt Steuerbescheinigungen und meldet an die Finanzverwaltung.
In der Praxis begegnen dir drei Modelle:
- Kostenfrei. Der Broker verzichtet auf die Gebühr und verdient über Ordergebühren, Zinsmargen oder Zahlungen der Handelsplätze.
- Pauschal. Ein fester Betrag pro Quartal oder Jahr, unabhängig vom Depotwert.
- Wertabhängig. Ein Prozentsatz des Depotwerts, oft mit Mindest- und Höchstbetrag.
Das dritte Modell ist für langfristige Sparpläne das ungünstigste, weil die Gebühr mit dem Depot mitwächst — genau wie die Fondskosten, nur ohne Gegenleistung, die sich mit der Größe verändert.
Häufig sind die Modelle an Bedingungen geknüpft: kostenfrei ab einer bestimmten Zahl von Sparplänen im Jahr, bei aktivem Depotumsatz oder bei Nutzung eines Verrechnungskontos beim selben Haus. Wer die Bedingung später nicht mehr erfüllt, zahlt ohne Ankündigung.
Ihre Rolle in der Kostenrechnung
In der Modellrechnung gehört die Depotgebühr in eine andere Zeile als die Fondskosten, weil sie anders wirkt.
| Depotgebühr | Fondskosten | |
|---|---|---|
| Erhoben von | Broker | Fondsgesellschaft |
| Sichtbar | als Buchung auf dem Konto | nur im Anteilspreis |
| Bezugsgröße | pauschal oder Depotwert | immer Depotwert |
| Vermeidbar | durch Anbieterwahl | nur durch Fondswahl |
Die zweite Zeile ist der Grund, warum die Gebühr in der eigenen Rechnung oft fehlt: Sie ist die einzige Kostenposition, die man tatsächlich abgebucht sieht — und wird trotzdem übersehen, weil sie klein und selten ist.
Bei einem pauschalen Modell ist die Wirkung überschaubar und exakt vorausberechenbar; sie ist der einzige Kostenblock, den du auf den Euro genau kennst. Was daraus über zwei Jahrzehnte wird, rechnet der Depotkosten-Rechner. Für den Anbietervergleich gehört sie zusammen mit den Transaktionskosten betrachtet — die Rechnung führt Kostenvergleich vor dem Wechsel.
Keine Anlageberatung. Keine Steuerberatung. Gebührenmodelle legt der jeweilige Broker fest und kann sie mit Frist ändern.
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