Glossar
WKN: die deutsche Wertpapierkennnummer
Die Wertpapierkennnummer ist die ältere, sechsstellige deutsche Kennung für Wertpapiere. Sie erfüllt denselben Zweck wie die ISIN, aber nur innerhalb des deutschen Sprachraums.
Hinweis: ETFPlaner liefert Modellrechnungen und Dokumentation. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.
Aufbau der sechsstelligen Nummer
Die WKN besteht aus sechs Stellen aus Ziffern und Großbuchstaben. Anders als bei der ISIN tragen diese Stellen keine Bedeutung: Es gibt kein Länderkürzel, keine Systematik und keine Prüfziffer.
Vergeben wird sie fortlaufend von der zuständigen Stelle in Deutschland. Historisch waren einzelne Nummernkreise bestimmten Wertpapierarten zugeordnet, diese Ordnung ist inzwischen aber weitgehend aufgehoben.
Aus dem fehlenden Prüfmechanismus folgt der praktisch wichtigste Unterschied: Ein Tippfehler in einer WKN ergibt oft eine andere gültige Kennnummer statt einer ungültigen. Wer sich bei der ISIN vertippt, bekommt in aller Regel eine Fehlermeldung; wer sich bei der WKN vertippt, bekommt unter Umständen ein anderes Wertpapier angezeigt. Für die eigene Dokumentation ist das ein handfestes Argument gegen die WKN.
Warum sie mit der ISIN verwechselt wird
Beide Nummern stehen in Factsheets, Abrechnungen und Suchmasken oft direkt nebeneinander und bezeichnen dasselbe Papier. Verwechselt werden sie trotzdem regelmäßig, aus drei Gründen.
| Ursache | Was daraus folgt |
|---|---|
| Beide heißen umgangssprachlich „Kennnummer" | Angaben werden vermischt weitergegeben |
| Die letzten sechs ISIN-Stellen ähneln einer WKN | Bei deutschen Papieren enthält die ISIN die WKN tatsächlich |
| Suchmasken akzeptieren beide | Die Unterscheidung fällt im Alltag nicht auf |
Der mittlere Punkt ist der eigentliche Auslöser. Bei einem in Deutschland aufgelegten Papier ist die WKN in der ISIN enthalten — die Kennung DE000 gefolgt von der WKN und der Prüfziffer. Bei einem in Irland aufgelegten ETF gilt das nicht: Dort haben WKN und ISIN keinen sichtbaren Zusammenhang, und genau dort entstehen die Verwechslungen.
Für alles, was über den deutschen Markt hinausgeht, ist die ISIN deshalb die belastbarere Angabe. In der ETF-Suche funktionieren beide; achte nur darauf, dass du dieselbe Anteilsklasse triffst, denn thesaurierende und ausschüttende Varianten haben unterschiedliche Nummern.
Keine Anlageberatung. Keine Steuerberatung. Diese Seite erklärt eine Kennung und enthält keine Aussage über einzelne Wertpapiere.
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