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Währungsgesichert: das Wechselkursrisiko wird abgesichert

Währungsgesicherte Anteilsklassen neutralisieren Wechselkursschwankungen über laufend erneuerte Termingeschäfte. Sie halten dasselbe Portfolio wie die ungesicherte Variante und unterscheiden sich nur in diesem Zusatzgeschäft.

Hinweis: ETFPlaner liefert Modellrechnungen und Dokumentation. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.

Wie die Sicherung funktioniert

Der Mechanismus ist ein Devisentermingeschäft. Der Fonds verkauft die Fremdwährung, in der seine Titel notieren, per Termin gegen die Währung der Anteilsklasse. Steigt der Euro, entsteht im Portfolio ein Verlust und im Termingeschäft ein Gewinn — beide gleichen sich weitgehend aus.

Drei Eigenschaften sind für das Verständnis wichtig:

  • Rollierend statt einmalig. Termingeschäfte haben eine feste Laufzeit, meist einen Monat. Sie müssen laufend erneuert werden, und bei jeder Erneuerung entstehen erneut Kosten.
  • Nicht exakt. Abgesichert wird der Wert zum Zeitpunkt des Abschlusses. Verändert sich der Portfoliowert innerhalb der Periode, passt die Sicherung nicht mehr genau — es bleibt eine Restabweichung.
  • Kostet die Zinsdifferenz. Der Preis einer Sicherung ergibt sich im Wesentlichen aus dem Zinsunterschied zwischen den beiden Währungsräumen. Liegt das Zinsniveau der Fremdwährung höher, kostet die Sicherung dauerhaft Rendite; im umgekehrten Fall kann sie sogar etwas einbringen.

Der dritte Punkt wird regelmäßig übersehen. Die Kosten stehen nicht in der TER, weil sie nicht als Gebühr anfallen, sondern im Terminkurs eingepreist sind. Sichtbar werden sie erst im Renditeabstand zur ungesicherten Klasse — und damit erst im Nachhinein.

Angeboten wird die Sicherung als eigene Anteilsklasse mit eigener ISIN, erkennbar an Zusätzen wie „Hedged" oder „EUR-H".

Abgrenzung zur ungesicherten Klasse

Beide Klassen halten dasselbe Portfolio. Was sie trennt, ist ausschließlich das Termingeschäft.

UngesichertWährungsgesichert
Portfolioidentischidentisch
Wechselkurseinflussvoll wirksamweitgehend neutralisiert
Laufende ZusatzkostenkeineZinsdifferenz plus Abwicklung
Ausgewiesene TERniedrigerhöher
Schwankung in Eurohöherniedriger

Die vorletzte Zeile enthält den Kern der Abwägung: Die Sicherung reduziert Schwankung und kostet dafür laufend Rendite. Sie ist damit kein Schutz vor Verlusten, sondern ein Tausch — weniger Streuung gegen weniger Ertragserwartung.

Für welchen Anlagehorizont sich dieser Tausch lohnt, hängt an der Restlaufzeit. Über sehr lange Zeiträume gleichen sich Wechselkursbewegungen historisch tendenziell aus, während die Sicherungskosten in jedem einzelnen Jahr anfallen. Bei kurzen, terminierten Zielen kehrt sich das Bild um, weil dort ein ungünstiger Kurs zum Stichtag nicht mehr aufgeholt werden kann.

Wichtig ist schließlich, was die Sicherung nicht leistet: Sie schützt nicht vor Kursverlusten der gehaltenen Titel. Fällt ein Weltindex um 30 Prozent, fällt auch die gesicherte Klasse um 30 Prozent. Die Rechnung dazu führt Gesichert oder ungesichert; die Einordnung in einen laufenden Sparplan übernimmt Währungsgesicherte Anteilsklassen.


Keine Anlageberatung. Keine Steuerberatung. Diese Seite erklärt eine Fondsstruktur und enthält keine Empfehlung für oder gegen eine Währungsabsicherung.

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